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Geringere Steuereinnahmen erhöhen den Spardruck
Bund, Länder und Gemeinden müssen sich in den nächsten Jahren auf deutlich geringere Steuereinnahmen einstellen und
den Spardruck damit kräftig erhöhen. Bis Ende 2013 fließen
38,8 Milliarden Euro weniger in die Staatskassen als bisher eingeplant. Dies ist das Ergebnis der aktuellen
Steuerschätzung im Mai 2010. Für das laufende Jahr rechnen die Steuerschätzer mit einem Minus von 1,2 Milliarden
Euro im Vergleich zur Prognose vom November letzten Jahres, für 2011 wird gegenüber früheren Plänen mit Ausfällen
von 11,7 Milliarden Euro gerechnet. Im Jahr 2012 werden Mindereinnahmen gegenüber der letzten Schätzung von 12,3 Milliarden
Euro erwartet und für 2013 ein Rückgang um 13,7 Milliarden Euro. Die Steuereinnahmen des Staates werden frühestens 2013
mit 561,3 Milliarden Euro wieder das Niveau vor der Krise von 2008 erreichen (561,2 Milliarden Euro). Für 2014 wurde erstmals
eine Prognose über die Steuereinnahmen abgegeben. Grund für die negative Prognose sind die Einnahmeausfälle infolge der ersten
Steuersenkungen, die die Koalition zu Jahresbeginn umsetzte. Zwar verlaufen die Konjunkturerholung und die Entwicklung auf dem
Arbeitsmarkt inzwischen besser. Mittelfristig rechnet die Bundesregierung allerdings mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum
als bisher. Das schlägt auch bei den Steuereinnahmen zu Buche. Mittelfristig dürften die Steuereinnahmen wieder zulegen, aber
von einem niedrigeren Niveau aus.

Bunter Strauß von Finanzhilfen und Steuervergünstigungen
Die Subventionen des Bundes sind infolge der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 wieder kräftig gestiegen.
Die Finanzhilfen und Steuervergünstigungen wuchsen gegenüber dem Vorjahr um gut sechs Milliarden auf
29,4 Milliarden Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Maßnahmen zur Krisenbekämpfung
zurückzuführen. In diesem Jahr sollen die Subventionen auf 24,4 Milliarden Euro sinken. Sie würden
damit in etwa das Niveau von 2007 (23,7 Milliarden) erreichen. Insgesamt stieg das Subventionsvolumen,
welches auch die Zahlungen von Ländern, Kommunen und der EU umfasst, im Jahr 2009 um rund eine Milliarde
Euro auf 58,2 Milliarden Euro. Die Finanzhilfen des Bundes – das sind die direkt ausgezahlten
Subventionen – verdoppelten sich 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 5,9 Milliarden
auf 12,2 Milliarden Euro. Ursache dafür war vor allem die inzwischen ausgelaufene Abwrackprämie
für Altautos, die ein Volumen von fünf Milliarden Euro hatte. In diesem Jahr sollen die Finanzhilfen
auf 6,8 Milliarden Euro sinken. Die mit Abstand größte Einzel-Finanzhilfe im Jahr 2010 bleibt mit
1,55 Milliarden Euro die Absatz- und Stilllegungshilfe für den Steinkohlebergbau (2009: 1,46 Milliarden).
Größter Steuerbonus des Bundes ist 2010 die Stromsteuerbegünstigung für Unternehmen des Produzierenden
Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft, die zu Mindereinnahmen von rund 2,1 Milliarden Euro führt.
Die gewerbliche Wirtschaft ist dabei unverändert der bedeutendste Subventionsbereich. Nach einem leichten
Rückgang 2008 auf 13,5 Milliarden Euro kletterten die Subventionen 2009 auf etwa 19,4 Milliarden Euro. 2010 sind
wieder 13,5 Milliarden Euro zu erwarten. Globus
Statistische Angaben: 22. Subventionsbericht der Bundesregierung


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